Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung

Gemäss der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung (2018) verletzen sich in der Schweiz jährlich 87’000 Personen über 65 Jahre bei einem Sturz; über 1’500 Betroffene sterben an dessen Folgen. Stürze im Alter haben neben der individuellen auch eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung: jährlich fallen materielle Kosten von CHF 1.7 Milliarden an, davon CHF 470 Millionen für Spital- und sonstige Heilungskosten. Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko, wobei bereits gestürzte Personen und solche mit mehreren chronischen Krankheiten ein besonders erhöhtes Risiko haben.

Ziel des Projekts ist es, Fachleute in Kontakt mit Sturzrisikopatientinnen und -patienten zu befähigen, diese besser zu erkennen, abzuklären und adäquat zu behandeln bzw. angemessenen präventiven Massnahmen zuzuführen. Die Teilprojekte «Spitalaustritt», «Apotheken», «Medizinische Praxis-Assistentinnen und -Koordinatorinnen MPA/MPK», «Aufsuchende Sturzberatung» und «Hochschule» erweitern den Kreis der involvierten Fachpersonen. Mit den nationalen strategischen Partnerorganisationen wird die Multiplikation des Projekts auf nationaler Ebene ab dem Jahr 2023 vorbereitet.

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur generellen Förderung der koordinierten und integrierten Versorgung von chronisch kranken und multimorbiden Menschen. Die strategische Projektleitung liegt beim Kanton St. Gallen sowie weiteren Projektträgern. Public Health Services hat die Projekteingabe verfasst und ist für die Projektumsetzung verantwortlich.

Projektförderung

Eigenressourcen der beteiligten Organisationen und Gesundheitsförderung Schweiz.

Projektdauer

2019 bis 2022

Träger und Partner

Trägerschaft:

Partnerorganisationen:

Kontakt

Andreas Biedermann

Weitere Informationen